<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-5744066</id><updated>2011-04-21T20:46:08.941+02:00</updated><title type='text'>Das phantastische Logbuch zur Erkenntnis</title><subtitle type='html'>Willkommen zur virtuellen Reise auf dem Containerschiff "Abu Khan". Sie sind eingeladen durch Beantwortung einer Frage, die Handlung mitzubestimmen: • Was ist mit dem echten Sarotti passiert? • Wo treibt sich der Pole nachts rum? • Was ist das Geheimnis des orangen Containers? Lesen Sie die Episoden beginnend bei Null. Viel Spass dabei.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://donder-unterwegs.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://donder-unterwegs.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Donderon®</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15846941839872766675</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>19</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5744066.post-107532473568592474</id><published>2004-01-28T22:16:00.000+01:00</published><updated>2004-01-28T22:20:29.826+01:00</updated><title type='text'>18. Der Pferde-Astrologe</title><content type='html'>Herr Narada ist ehemaliger Schiffsmakler und unterwegs nach Singapur. Ich sitze in der Bodega, lustlos vor meinem Laptop. Meine Gedanken sind heute zäh wie nasser Lehm. Und ich bin für jede Ablenkung dankbar. Aber ein Gespräch kommt nicht so recht in die Gänge. Viel erfahre ich nicht. So hängen wir beide wortlos unseren Gedanken nach. Und beobachten schweigsam wie Juam de la Bodega seine Original-Tapas-Kühltheke mit neuen Leckereien ausstattet. Sardinen in Öl, Albondigas in Tomatensauce, kleine Fleischspießchen und fette Datteln im kroschen Speckmantel. Liebevoll legt er nach, füllt die Lücken mit frischer Ware. Unter indirekter Beleuchtung liegen diese Kalorienbomber in silbrigen Edelstahl-Mulden und warten auf den Angriff der Gäste. Dafür ist es jedoch zu früh am Nachmittag. Die Stimmung ist wie in einer Theaterpause. Wir warten auf das Klingelzeichen für den nächsten Akt. Neues Kapitel, neue Personen, neue Handlung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Narada hatte sich nach seiner Pensionierung aus dem aktiven Schiffsmaklerdienst ganz auf sein Hobby verlegt: Das Erstellen von Horoskopen für Rennpferde. Eine stille Leidenschaft. Die Fragestellung seiner Kunden ist immer die gleiche: Welches Pferd wird siegen? Mit seinen Berechnungen ist er eine weltweite Koryphäe und wird unter Insidern weltweit als Geheimtipp gehandelt. In diesem Moment fragt er sich, ob sein Telegrafengerät den Transport heil überstanden hat. Und ob hier wirklich die versprochenen Leitungen und Anschlüsse gelegt werden können, die er braucht um mit seiner Welt zu kommunizieren. Moderne Kommunikationsmittel verabscheut er. Irgendwie lebt ein Teil seiner Seele in der guten alten Zeit der Kolonien. Wo sich das Weltgeschehen langsamer und geruhsamer vorwärtsbewegte. Und der Rhythmus des Handels in der Geschwindigkeit von Frachtdampfern mit 20 Knoten von Hafen zu Hafen schlingerte. Er denkt an seine Familie und die Mission, die vor ihm liegt. Die ihm selbst noch unklar ist.&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5744066-107532473568592474?l=donder-unterwegs.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/107532473568592474'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/107532473568592474'/><author><name>Donderon®</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15846941839872766675</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5744066.post-107057228475859197</id><published>2003-12-04T22:11:00.000+01:00</published><updated>2003-12-04T22:12:56.280+01:00</updated><title type='text'>17. Die Kiste</title><content type='html'>Der Globusmann steht neben mir. Mit einer billigen Kamera vor dem Kugelbauch. Seine Glatze glänzt in der fahlen Morgensonne. "Werde mir Rotterdam anschauen," sagt er kurz angebunden. Ich nicke nur und beobachte dabei den Sammler, der in schwarzer Ledermontur auf seiner Norton sitzt und im Leerlauf aufdreht bis zum Anschlag. Die Kuppelung kommen lässt und der Maschine am Kai entlang Zunder gibt. Als wär´s ein Rennpferd, das ungeduldig auf Auslauf gewartet hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Lieferwagen hält. Ein Mann steigt aus, der sich sein Gepäck tragen lässt. Es ist eine anschauliche Kiste, die von zwei kräftigen Farbigen das schmale Fallreep hinaufgewuchtet wird. Während er entspannt an Bord kommt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er ist ein dünner Gentleman mit Mahagoniteint, Kohlenaugen und silbergrauen Schläfen. Brille auf der Nase. Die Sonnengläser sind hochgeklappt. Er sieht aus als könne er Krishnamurti im Wortlaut zitieren. Und geht stumm nickend an uns vorbei. Der Globusmann entläßt einen leisen Zischlaut durch die Zähne. So als würde er etwas Druck ablassen. Und poltert die Schiffstreppe runter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was wohl in der Kiste ist?&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5744066-107057228475859197?l=donder-unterwegs.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/107057228475859197'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/107057228475859197'/><author><name>Donderon®</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15846941839872766675</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5744066.post-106733210518998143</id><published>2003-10-28T10:00:00.000+01:00</published><updated>2003-10-28T10:08:24.666+01:00</updated><title type='text'>16. Rotterdam in Sicht.</title><content type='html'>Der Morgen ist frisch. Ich stehe an der Reling und schaue hinaus aufs Meer. Eine leichte Brise bewegt das rauchblaue Wasser und hinterlässt große sich langsam bewegende Spuren wie die Spiralen eines Scotch Britts auf einer Metalloberfläche. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tunika dreht ihre morgendlichen Laufrunden und grüsst mich atemlos. Ihr Aufzug wirkt ein wenig deplaziert. Der metallische ALDI-Jogginganzug, ihr Schweißband mit einem Werbeaufdruck der AOK Gesundheitskasse und ein SONY CD Player um den Hals. Warum ist es meistens so, dass die Schlanken früh joggen und die, die es nötig hätten, lieber länger schlafen? So wie der Globusmann, der garantiert noch in seiner Koje schnarcht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich treibe mit meinen Wasserbetrachtungen aus 10 Meter Höhe über die Nordsee. Die Oberfläche glänzt wie Plastikfolie und ich muss unwillkürlich an die Augsburger Puppenkiste denken. Wenn dort das Meer oder ein See simmuliert wurde, setzte man immer etwas Plastikfolie als dramaturgisches Hilfsmittel ein. Als Kind habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht wie Wasser wirklich aussieht. Wasser in dieser unbegrenzten Menge wie hier gehörte auch noch nicht in meine Erlebniswelt. Mein Vater konnte mir damals mühelos weissmachen, dass am anderen Ufer des Steinhuder Meeres Amerika beginnt. Wir ruderten, und ich hatte gehofft, dass das wahr ist mit Amerika. Die Weltkenntnis eines Vierjährigen ist wohl vergleichbar mit der der Menschen im Mittelalter. Eine Karte aus dem 13. Jahrhundert im Kloster Ebstorf zeigt die Welt Scheibe. Am Rand hausen Menschen mit Ohren so lang, dass sie sich nachts damit zudecken können. Andere haben so lange Lippen, dass die auch als Sonnenschutz gute Dienste leisten. Welch´ bizarre Vorstellung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir erreichen heute morgen Festland. Den Hafen von Rotterdam. Neue Passagiere gehen an Bord. Und der Sammler geht von Bord. Er wird eine Etappe mit seiner Norton zurücklegen und erst in Le Havre wieder einschiffen. "Die Dame will bewegt werden," wie er sagt. Und bei der Gelegenheit besucht er den berühmten Motorrad-Sammler Titus Lesser, der in einem kleinen belgischen Dorf lebt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tunika hastet wieder an mir vorbei. Wieviel Runden dreht die wohl? Ihr endloser Kreislauf um die Container ist wie ein moderner Tanz um die Warenwelt, die hier in übergroßen Schuhkartons aus Stahl über die Meere schippert. Welcher Verkaufswert ist hier an Bord? Lässt sich mit den Inhalten der Container ein ganzes Kaufhaus füttern? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich erinnere mich an eine düstere Winterszene auf einem Hamburger Flohmarkt. Eisige Fünf-Uhr-Atmosphäre. Eine Reihe von Containern dient den Händlern als Aufberwahrungsort für ihren Trödel. Kleine brennende Feuer in alten Ölfässern. Dampfende Kaffeetassen. Kalte Füsse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zeit für ein ordentliches Frühstück. Im Warmen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fortsetzung am Mittwoch, 29.10.03&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5744066-106733210518998143?l=donder-unterwegs.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106733210518998143'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106733210518998143'/><author><name>Donderon®</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15846941839872766675</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5744066.post-106707630170853170</id><published>2003-10-25T12:01:00.000+02:00</published><updated>2003-10-25T12:05:01.610+02:00</updated><title type='text'>15. Was wahr, wird sein.</title><content type='html'>Bei Juam de la Bodega nehme ich einen letzten Absacker. Zum Verdauen der Ereignisse seitdem ich Hamburg verlassen habe. Was erst 30 Stunden zurückliegt. Merkwürdige Dinge passieren. Oder ist das auf See normal? Vielleicht ist aus Sicht eines Seemannes das Landleben bizarr. Das muss ich mal erfragen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erscheint Realität aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet nicht immer anders und ungewöhnlich? Ist nicht gerade das Reisen eine Tätigkeit, den Standpunkt zu verschieben, um zu neuen Erkenntnissen zu kommen? Timmermann´s "Logbuch zur Erkenntnis" gibt darüber nur in Rätseln Auskunft. "Traue deiner Wahrnehmung mehr als der Summe deiner Erfahrungen" steht da in königsblauer Tinte an den Rand geschrieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier an Bord schaukelt sich eine neue Realitätsebene zurecht, an die ich mich als Landbewohner erst mal gewöhnen muss. Als Mondbewohner wäre es auch eine höchst ungewöhnliche Erfahrung immer an der Oberfläche zu kleben und die ganze Wucht der Gravitaton auf den Schultern zu spüren. Während ich allein vor mich hinfabuliere, gewahre ich in der anderen Ecke die Zenbrüder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die haben sich in die englische Ledergarnitur gelümmelt. Anders kann man das nicht nennen. Und rudern sich gemeinsam in eine solide Betrunkenheit. Diese Brüder umweht ein Geheimnis. Ich habe keine Lust, in ihre lückenlose Gemeinschaft vorzudringen. In meiner momentanen Stimmung würde ich denen alles zutrauen. Sie könnten genausogut christliche Fundamentalisten sein. Unterwegs nach Mekka mit Plastiksprengstoff. Oder Sufi-Seperatisten in einer Spezialmission, über die ich gar nicht nachdenken mag. Selig sind die, ohne Phantasie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heutzutage hat das, als was etwas erscheint nichts mehr mit dem gemein, was etwas ist. Das ewige Rätsel von Schein und Sein, Form und Inhalt, Name und Benanntem ist kein nettes Mysterium mehr. Und die Alltagsgepflogenheit, oszillierend zwischen Sagen und Meinen, Wollen und Tun, haben ihre Unschuld verloren. Obwohl erkundet, wird die Welt wieder zum Rätsel. Einem gefährlichen Rätsel. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist so als seien die dualen Pole der Welt auseinandergerissen. Lose Peitschenenden, ungezähmte Schlingenleger, ein Halslöserätsel im allerneuesten Sinne. Wo ist die Hand, wenn die Faust sich schließt? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fortsetzung am Sonntag, 26.10.03&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5744066-106707630170853170?l=donder-unterwegs.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106707630170853170'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106707630170853170'/><author><name>Donderon®</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15846941839872766675</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5744066.post-106693561249137662</id><published>2003-10-23T20:59:00.000+02:00</published><updated>2003-10-23T21:00:12.610+02:00</updated><title type='text'>14. Der Leibhaftige im Leib?</title><content type='html'>"Schluss damit." Ich schlage dem Polen den Magneten aus der Hand. Der fällt nicht etwa zu Boden, sondern klatscht an die Stirn des Globusmann. Anziehungskraft über gut drei Meter. Das ist beachtlich. Wie geht das? Der Dicke entspannt sich augenblicklich und lächelt etwas wirr in den Raum. Ich pflücke den Magneten von seiner Stirn. Keine Eisenspäne zu sehen. Der Pole tötet mit Blicken und geht. Die ganze Situation entspannt sich etwas. Bis auf den Kapitän. Ein Mann jenseits der fünfzig. Man sieht wie er seine geistigen Dateien durchforstet. Einschließlich derer, die mit Seemanngarn gefüllt sind, wie billige Kopfkissen mit endlosen Polyesterfäden. Er kommt nur langsam voran und zu keinem überzeugenden Ergebnis. Seine Mimik schwankt während des langen Arbeitsprozesses seiner Speicherplatten-Abgleichung zwischen Trauer und Wut, Verblüffung und Zorn. Dann kommt am Ende der etwas ratlos wirkende Satz raus: "Das hat ein Nachspiel. Sarotti war das Geschenk eines Voodoo-Priesters auf den Antillen." So ein Quatsch, denke ich bei mir. Auf den Antillen gibt es keine Pudel. Die tauchen nur in westlichen Zivilisationen als niedliche Anhängsel strickender Omis auf und bei Bulgakow als Gehilfe des Teufels. Dass allerdings gibt mir zu denken. Und ich schaue mir den Globusmann genauer an. Hat der jetzt Eisenspäne im Kopf? Oder den Teufel im Leib?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fortsetzung am Freitag, 24.10.03&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5744066-106693561249137662?l=donder-unterwegs.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106693561249137662'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106693561249137662'/><author><name>Donderon®</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15846941839872766675</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5744066.post-106676692642155548</id><published>2003-10-21T22:06:00.000+02:00</published><updated>2003-10-21T22:08:46.453+02:00</updated><title type='text'>13. Der magnetische Hundekuchen</title><content type='html'>Kurz vor der Offiziersmesse wirft der Globusmann die Eisenspäne in die Luft. Noch bevor sie auf die Erde fallen, erscheint aus ihnen der bellende Sarotti, der sofort zu seinem Herrchen fegt. Der sich gerade mit dem Steak auf seinem Teller abmüht. Er will Sarotti mit einem Fleischstückchen belohnen. Doch der ist völlig durchlässig. Das Fleisch fällt einfach auf das glänzende Linoleum. "Wußte gar nicht, dass Sie Vegetarier sind," necke ich den Dicken. Der Kapitän ist verblüfft. Versteht nichts. Schaut zum Ladungsoffizier. Der schaut zum philippinischen Stewart, der lautlos wie ein Equilibrist auch bei heftigstem Seegang durch die Messe schwebt. Der schaut zum Polen, der gerade zur Tür reinkommt. Missmutig. Wahrscheinlich ausgehungert von seinen merkwürdigen Ausflügen, über die wir noch nichts wissen. Holt spöttisch grinsend etwas rundes aus der Jackentasche. Und lockt Sarotti mit heiseren Worten: "komm Süßer, ein Leckerli." Das Runde entpuppt sich als eine Metallscheibe, als ein Taschenmagnet, der Sarotti von der Bildfläche saugt. Und die Denkkraft des Globusmann gleich mit. Der stöhnt und dreht die Augen nach oben, dass für einen Moment nur das Weiße zu sehen ist. Alle sind sprachlos. Mich eingeschlossen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fortsetzung am Donnerstag, 23.10.03&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5744066-106676692642155548?l=donder-unterwegs.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106676692642155548'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106676692642155548'/><author><name>Donderon®</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15846941839872766675</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5744066.post-106637325455150357</id><published>2003-10-17T08:46:00.000+02:00</published><updated>2003-10-17T08:52:34.570+02:00</updated><title type='text'>12. "Sehreise" im Bauch des Schiffes.</title><content type='html'>Der Motorradsammler zerlegt in seinem Container eine Norton®. Um in Übung zu bleiben, wie er sagt. "Einen Tag, den du nicht übst, und du merkst es. Zwei Tage, die du nicht trainierst und deine Kritiker merken es. Drei Tage und das Publikum merkt es," zitiert er Karajan und wischt sich seine öligen Hände am Overall ab. "Nehmen Sie´s mir nicht krumm, wegen vorhin", sage ich. "Der Globusmann beherrscht merkwürdige Methoden. Er kann seine Gedanken sichtbar werden lassen. Dabei projiziert er Nanopartikel in den Raum. Keine Ahnung wie man einen bellenden Pudel projiziert. Aber das war es, was Sie gesehen haben. Eine Projektion". "Und wo ist der wirkliche Sarotti? Ich meine sein Körper?" "Keine Ahnung", sage ich,  "und der Pole ist gleich mit verschwunden." &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Sammler bastelt ungerührt weiter. Hier unten ist es gemütlich und warm, und ich habe Zeit. Kein Termin, kein Kunde, kein Handy --- ich schippere geborgen durch die Welt. Unerreichbar für die Welt. Kein Heimweh, kein Fernweh. Nullpunkt erreicht. Zwischen den Gegensätzen. Habe ich die erste Aufgabe aus Timmermanns Logbuch erfüllt? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier unten spürt man die Vibration des Schiffes noch deutlicher. Und die ist sehr angenehm. Fast einlullend. Darauf sind also die Zenbrüder scharf. Auf diese Vibration. Ich frage mich warum. Das Vibrieren des Schiffes überträgt sich spürbar auf meine Stimmung und auf die nackte Glühbirne an der Decke. Ein feines Surren durchzieht das Licht. Und verzerrt die Optik des Raumes ein bisschen. Für einen Sekundenbruchteil sehe ich den Polen rumhantieren mit einer Riesengießkanne. Als wenn ich durch einen Sehschlitz in eine andere Dimension schaue. Oder anders ausgedrückt: wie eins dieser Wackelbilder, auf das man schaut und die Abbildung ändert sich. Aber vielleicht ist es ja auch nur ein Sekundenschlaf. "Hier sind die Eisenspäne, sagt der Sammler und das Bild verpufft wie eine Seifenblase. "Ja, danke. Das hilft dem Globusmann bei seiner Pudelprojektion". "Hilft das auch bei der Projektion von Ersatzteilen?" fragt der Sammler trocken. Ich zucke mit den Achseln. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich bin ich ja auch aus dem "Projektionsgeschäft". Werbung macht ja nichts anderes: die Projektion von Wunscherfüllung in den Geist der Zielgruppe. Ob mich der Globusmann umschulen kann? Zum direkten Erschaffen von Gegenständen durch die Kraft des Denkens. Das müßte eigentlich auch ein Thema für die Zenbrüder sein. Aber die erschaffen wohl eher die Antimaterie, das Loch in der Matrix, die Entwerdung im Angesicht des Nichts. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf endlosen Wendeltreppen klettere ich wieder nach oben ans Tageslicht. Den Globusmann findet man tagsüber im Kartenraum. Da ist es kühl und bei dieser Witterung eher kalt. Aber der braucht das. Denn er läuft leicht heiss. Genauer gesagt "er denkt sich heiss" und schwitzt als würde er körperlich hart arbeiten. Das Sitzen mit nackten Füssen auf kalten Stahlplatten ist seine Art zu entspannen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Passen Sie auf, dass Sie mit Ihrem Fussschweiss nicht die Stahlplanken durchrosten", begrüße ich ihn. "Haben Sie die Späne," krächzt er, "ich bin heiser vom bellen." "Sehr witzig. Seit wann wird man durch denken heiser?" "Der Kapitän sucht schon seine Töhle. Lassen Sie uns lieber in die Offiziersmesse gehen. Es ist Abendbrotszeit."&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5744066-106637325455150357?l=donder-unterwegs.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106637325455150357'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106637325455150357'/><author><name>Donderon®</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15846941839872766675</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5744066.post-106597668618783001</id><published>2003-10-12T18:37:00.000+02:00</published><updated>2003-10-12T18:38:05.793+02:00</updated><title type='text'>11. Sarotti taucht wieder auf.</title><content type='html'>Als der Sammler zurückkommt, erwartet ihn eine Überraschung. Ein kläffender Sarotti vor der Kabinentür des Polen. Nicht ganz so groß vielleicht wie das Original und teilweise ein wenig luftig und durchscheinend. Aber immerhin. Nick, der Stewart verbirgt hinter seinem Rücken den Gefrierbeutel mit dem Sarottikopf. Der Sammler ist perplex. Ich habe noch nie einen Menschen so verblüfft gesehen. Seine Schultern zucken kurz nach oben. Seine Handgelenke stößt er brüsk nach hinten und sofort zurück nach vorne als wolle er steife Manschetten zurückstoßen. Für Bruchteile schießen seine weißen Arme nackt nach vorne und entblößen rote Narben. Der Globusmann bleibt ganz cool. "Hören Sie mal. Sie haben doch bestimmt eine Eisenfeile. Wir könnten noch eine Handvoll oder besser zwei Handvoll Eisenspäne gebrauchen." Dem Sammler fällt der Unterkiefer ratlos auf die Brust. "Das kapier ich nicht. Was ist nun echt? Der Kopf oder der Hund?" "Das ist eine metaphysische Frage, die hier nicht beantwortet wird," sage ich und frage es mich selbst. Auch und vor allem, wo ist der Pole?&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5744066-106597668618783001?l=donder-unterwegs.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106597668618783001'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106597668618783001'/><author><name>Donderon®</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15846941839872766675</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5744066.post-106576578890905792</id><published>2003-10-10T08:01:00.000+02:00</published><updated>2003-10-10T08:03:09.030+02:00</updated><title type='text'>10. Sarotti verschwindet kopflos.</title><content type='html'>Vor der Tür schwankt der Deck-Steward. Sichtlich erregt oder trunken? "Sarotti ...... " "Was ist los? Was für eine Sauerei." Der Kläffer ist kopflos verschwunden. Vom Wortsinn korrekt gesagt. Aber etwas pietätlos. Zugegeben. Denn im Gang liegt nur noch sein Kopf, die rosa Zunge rausgewuselt. Wie abgesprengt vom Restkörper. Jedoch keine Spur vom Rumpf. Es hat sich ausgepudelt. Jetzt tut er mir plötzlich leid. Nicht sehr, aber etwas. "Der Cheff wird toben," lispelt der Steward. "Das muss ihm jemand sagen." "Aber erst nach dem Abendbrot," rette ich pragmatisch die Situation. "Der Vorfall hat das Zeug, den Nachtisch zu gefährden. Und schlägt uns allen auf den Appetit." Der Sammler kommt die Treppe rauf, sieht und spricht ganz "der Alte": "Keiner rührt was an. Lasst mich schnell meine Camera holen. Das ist Kunst: "Begrabt das Biest in der Biegung des Meeres." Tunika heult. Der Globusmann knallt die Tür. Ich bin mit dem Steward plötzlich allein. "Schnell hol einen Brotkorb oder irgendetwas, wo wir den Rest aufbewahren können. Besser noch einen Gefrierbeutel. Und wisch das da auf. Ich habe einen Plan."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mail@AndreasDonder.de&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5744066-106576578890905792?l=donder-unterwegs.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106576578890905792'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106576578890905792'/><author><name>Donderon®</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15846941839872766675</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5744066.post-106542398720092380</id><published>2003-10-06T09:05:00.000+02:00</published><updated>2003-10-06T09:06:27.276+02:00</updated><title type='text'>9. Unter der Haube.</title><content type='html'>Sarotti kläfft sich vor der Kabine des Polen die Seele aus dem Leib.  "Dich kleines Miststück würde ich gern als Wischmopp missbrauchen," knurre ich ihn an, "oder mit dir die Außenhaut des Schiffes weissen." Unsere Sympathie beruht auf Gegenseitigkeit. Er knurrt zurück und das auf deutsch. Ich höre es ganz deutlich: "Verpiss dich, Schwuchtel." "Haben Sie das gehört," frage ich den Globusmann, der übrigens Karl Heyer heisst, "der Pudel kann sprechen." "Warten Sie´s ab. Das ist erst der Anfang."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir erreichen die Kabine vom Globusmann. "Der fliegende Holländer" steht drauf. Seine Frau Tunika liegt auf dem Kanapee und blättert in alten Modejournalen. Eigentlich hätte ich sagen müssen, dass sie schwebt. Aber das ist ja nicht möglich. Wie so häufig bei Paaren ergänzt sich die Körperlichkeit der Partner komplementär. Mit anderen Worten: Der Globusmann ist kugelrund, seine Tunika lebt in der Gestalt einer dürren Kate Moss. "Ob die Drogen nehmen", denke ich noch. "Drogen zerstören die Chakren", raunt der Dicke unvermittelt. Ich zucke zusammen. Ich hatte extra leise gedacht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Hören Sie," beginnt der Globusmann seine Lehrrede, "Gedanken sind formbildende Kräfte. Jeder Form geht ein Gedanke voraus. Bevor dieses Schiff zum Objekt wurde, existierte es als Gedanke. Und bevor dieser Gedanke Form annahm, war er im Formlosen mit allen potenziellen Gedanken vereint. Der Übergang vom Formlosen in die Form wird durch zielgerichteten Willen eingeleitet. Soweit so gut. Ich zeig Ihnen was."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er rollt eine Art Trockenhaube herbei. "Das erzeugt ein Magnetfeld. Das die Wahrnehmungsfilter zum vorgedanklichen Zustand runterdimmt. In Kürze: Das Gerät gestattet mir ....." Es klopft mit Nachdruck. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mail@AndreasDonder.de&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5744066-106542398720092380?l=donder-unterwegs.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106542398720092380'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106542398720092380'/><author><name>Donderon®</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15846941839872766675</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5744066.post-106503855869405700</id><published>2003-10-01T22:02:00.000+02:00</published><updated>2003-10-01T23:18:00.460+02:00</updated><title type='text'>8. Der Globus-Mann </title><content type='html'>Wir erreichen an diesem Tag die Elbmündung und gleiten in die Helgoländer Bucht und ins offene Meer. Ich stehe mit dem Globus-Mann an der Reling. Steife Brise. Der Globus-Mann ist ein Mensch mit einem Kugel-Kopf. Auf seiner Kopfhaut hat er ein rotes Muttermal, das ganz dem indischen Subkontinent gleicht. "Ein Tatoo," frage ich. "Nein. Kommt von innen," antwortet er.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ärzte hatten vor wenigen Wochen einen lebensgefährlichen Gehirntumor festgestellt. Ein Glioblastom, das im Berliner Charité durch eine neue Behandlungsmethode geheilt wurde. Dabei wurden Millionen eisenhaltiger Nanopartikel in das Geschwür gespritzt und dann einer gezielten Magnet-Stimulation ausgesetzt. Das hat den Tumor innerhalb von 4 Stunden zerlegt und aufgelöst. Ein medizinisches Wunder und zugleich ein Durchbruch in der Nanomedizin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Sind die Nanopartikel noch in Ihnen," interessiere ich mich. "Ja. Ich experimentiere damit,"  sagt erklärt er sich. "Transkraniale Magnetstimulation nenne ich das. Kommen Sie. Ich zeige Ihnen ein kleines Wunder."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mail@AndreasDonder.de&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5744066-106503855869405700?l=donder-unterwegs.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106503855869405700'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106503855869405700'/><author><name>Donderon®</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15846941839872766675</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5744066.post-106486638258915985</id><published>2003-09-29T22:12:00.000+02:00</published><updated>2003-10-01T22:41:51.800+02:00</updated><title type='text'>7. Erstes Frühstück.</title><content type='html'>Im Frühstücksraum. Den finde ich sehr ungemütlich. Wie in einem Billighotel. Der Pudel des Kapitäns kläfft. Diese miese kleine Töle namens Sarotti. Wie kann man sich als Mann bloß einen Pudel halten? Wird man merkwürdig, wenn man zur See fährt? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt Rührei mit Speck, Kaffee und Toast. "Wo ist denn das Zen-Trio?," frage ich ziellos in den Raum und ahne die Antwort. "Die meditieren noch," weiss der Sammler. "Und was liegt heute an? Beziehungsweise: Wo legen wir heute an?" frage ich den Kapitän. "Felixstowe," kommt es einsilbig aus der Offiziers-Ecke. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Dieses surrende Vibrieren des Schiffes hat mir heute Nacht Alpträume beschert. Und Sie waren auch da."  "So, so," mümmelt der Pole. "Übrigens war Ihre Stirn ziemlich eingedellt. Hatten Sie einen Unfall?"  "Mir ist mal ein Wegkreuz auf die Stirn gefallen, während eines meiner, na ja, nächtlichen Experimente." &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mail@AndreasDonder.de&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5744066-106486638258915985?l=donder-unterwegs.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106486638258915985'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106486638258915985'/><author><name>Donderon®</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15846941839872766675</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5744066.post-106486624525151377</id><published>2003-09-29T22:10:00.000+02:00</published><updated>2003-09-29T22:10:45.253+02:00</updated><title type='text'>6. Gefährliche Ladung an Bord</title><content type='html'>Schweiß gebadet wache ich auf. Ich habe von den 11.756 Containern geträumt, die unser Schiff geladen hat. Allesamt randvoll mit Waren. Und im Traum soll ich sie verkaufen. Erst wenn alle verkauft sind, darf ich Feierabend machen. Ich muss dazusagen, dass ich auf dem Festland als Werbetexter arbeite. Doch hier in "Flüssigland" bin ich Poet, Adept der Vibration, Sucher des Gleichgewichtspunktes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einer der Container ist voll mit billigem China-Mist. Plastik-Spielzeug, Plastikblumen, Tand und Trödel. Der nächste mit Jeans, Autos, Computer, Büchern ..... der ganze Konsumrausch ist verpackt in überdimensionale Geschenkkartons. Weihnachten naht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immer wieder versuche ich einen orangen Container namens "Supercargo" zu öffnen. Aber ich kriege ihn nicht auf. Plötzlich steht im Traum der Pole neben mir. Er sieht etwas anders aus. Der dunkle Dreispitz auf dem Kopf verdeckt die Delle in seiner Stirn nur halb. "Vergiss es. Der geht nicht auf. Merke dir: Die gefährlichste Ware an Bord haben die Zen-Brüder".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein rätselhafter Traum. Wie eigentlich jeder. Obwohl ich seit 20 Jahren Träume sammle und mich mit der magischen Sprache der Nachtseite der Seele beschäftige, bleiben mir die meisten Botschaften ein Rätsel. Da konnte  mir auch die Traumtherapeutin nicht weiterhelfen, die ich vor zwei Jahren gebucht hatte. In der Tat, seitdem träume ich weniger intensiv und interessiere mich weniger dafür. Dieser Traum war anders. Gewichtiger und Kräfte bindend. Als wenn er mich runterzöge in den Bauch des Schiffes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mail@AndreasDonder.de&lt;br /&gt; &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5744066-106486624525151377?l=donder-unterwegs.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106486624525151377'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106486624525151377'/><author><name>Donderon®</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15846941839872766675</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5744066.post-106486619579627786</id><published>2003-09-29T22:09:00.000+02:00</published><updated>2003-09-29T22:09:55.816+02:00</updated><title type='text'>5. Die Bodega.</title><content type='html'>Wir Passagiere gehen unterdeck an die Bar. Der Sammler, der Globus-Mann, wie ich ihn wegen seines runden Kopfes heimlich getauft habe, mit seiner Frau Tunika, der Pole und drei Zen-Buddhisten aus Hamburg. Ich bestelle einen Rioja. "Wohin geht die Reise," frage ich den ältesten der Zenbuddhisten. "Nach Hamburg." "Aber wir sind in Hamburg," sage ich. "Wir drehen eine große Runde und fahren einmal um die Erdkugel und das wars." "Das war was?" "Sie wissen doch: Das Reisen ist das Ziel. Kein Ort. Sondern die Bewegung." "Na, ja In Ihrem Fall wohl eher das "Bewegt-werden", sage ich. "Auf eine bewegte Reise. Prost." &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Die bewegen nur ihren Geist," mischt sich mein Thekennachbar ein. "Gestatten Kris Krymbzcik aus Berlin." "Den Geist bewegen? Das kann man doch überall. Dazu muss man nicht in einem Schiff sitzen." erwidere ich. "Dieses Schiff ist besonders. Es hat eine bestimmte Vibration. Darum geht es denen. Ich kenne diese Burschen," sagt Krymbzcik.  "Oh." &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zenbrüder haben sich auf die abgewetzte englische Ledergarnitur zurückgezogen. Ich stehe mit dem Sammler und dem Polen an der Bar. Der Sammler ist in seinem Element. Kommt richtig in Fahrt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich frage mich: Was reizt ihn mehr: Die Vervollkommnung seiner Sammlung mit Dingen, die in ihrem Vorkommen begrenzt sind. Oder die Jagd, die Abenteuer, die damit verbunden sind, die Dinge zu finden, die die Lücken seiner Sammlung schließen. Fasziniert das Sammeln oder die Sammlung? Fasziniert das Reisen oder das Ankommen? Fasziniert die Ferne oder die Heimat vom Standpunkt der Ferne? Ähnliche Fragen. Ähnliche Antworten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er berichtet gerade von seiner Suche nach einem legendären Motorrad der Marke "Brough Superior". Nach der Maschine, mit der der englische Geheimagent Lawrence of Arabia tödlich verunglückt ist. Der Pole hört zu. Ich wende mein Interesse dem Wirt zu. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Juam de la Bodega heißt er. Und betreibt diese kleine Bar, die den Charme einer Hafenspelunke hat und für die nächsten Wochen mein einziges gastronomisches Ziel sein wird. Begrenzung der Auswahl im unbegrenzten Meer. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gut, wenn man dann den Barkeeper etwas näher kennenlernt. Der ein launischer Mensch zu sein scheint. Und nicht gerade serviceorientiert. Ein zweites Glas Rioja kriege ich nur unter Murren. Daran werde ich arbeiten müssen. Vermutich mit exorbitanten Trinkgeldern oder langen Rechnungen. Er stammt aus Santiago de Compostela, dem ehrwürdigen jahrtausendealten Pilgerziel. Als Sohn eines gläubigen Katholiken mußte er den Pilgerweg vom 10 bis 16 Lebensjahr jedes Jahr zur Osterzeit zu Fuß absolvieren! 777 Kilometer von der französischen Seite der Pyrinäen bis Santiago de Compostela. Jedes Jahr hat ihm der Vater einen Stein mehr in den Rucksack getan. Er zeigt mir zum Beweis seine Füsse. "Platt wie eine Flunder", sagt er. Schuhgröße 48. Damals hat er sich geschworen, keinen unnötigen Weg mehr zu gehen. Auf See gibt es keine Fußwege. Diese Erleuchtung kam ihm mit 22 und seit dem fährt er zur See. Als Wirt. Gute Nacht. Ich gebe mich jetzt dem Schnurren, diesem ewigen Vibrieren des Schiffes hin. In meiner Koje.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mail@AndreasDonder.de&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5744066-106486619579627786?l=donder-unterwegs.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106486619579627786'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106486619579627786'/><author><name>Donderon®</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15846941839872766675</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5744066.post-106486615147114588</id><published>2003-09-29T22:08:00.000+02:00</published><updated>2003-09-29T22:09:11.503+02:00</updated><title type='text'>4. Auf der Brücke.</title><content type='html'>Es ist der Stewart, ein etwas zu groß geratener Mensch: "Kapitän Martinsson bittet alle Passagiere auf die Brücke zu kommen. Wir legen bald ab." Ich folge ihm durch weiß lackierte Stahlgänge. Hier hängen gerahmte Bilder von weißbärtigen Seeleuten, modernen Containerhäfen in grünliches Licht getaucht und Bilder von Schiffen, die klein wie Feuerzeuge im endlosen blauen Nichts vor sich hinträumen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir erreichen die Brücke. Welch ein Anblick. Der Hamburger Hafen bei Nacht und Nebel von der Brücke eines Ozeanriesens. Die Geräusche des Hafens kenne ich. Ich kann sie bis zu meiner Wohnung im Herzen Hamburgs hören. Diesmal bin ich jedoch mitten drin. Dolby Surround. Der Koloss legt ab. Die Brücke ist dunkel. Nur die Kontrollampen leuchten und natürlich die vor Unternehmungslust glühenden Monitore. Der Stahlklotz gleitet lautlos durch die schwarze Nacht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wird von Hafen-Buggsierern gezogen. Immer weiter elbabwärts in Richtung offenes Meer. Bei Wedel springen die Motoren an. Das ganze Schiff vibriert und beginnt dann leicht zu summen. Auch der Kapitän springt an. Als wenn ein Schalter umgelegt wurde, der die missmutige Erstarrung auflöst zugunsten eines recht amüsanten Vortrages über die technischen Details des Schiffs - Schub, Hub, Verdrängung und diverse nautische Spezialitäten, die ich nicht verstehe. Derweil schnurren wir auf dem Elbstrom in Richtung Nordsee. Leichter Schneeregen treibt im Flutlicht der Bordbeleuchtung gegen das Fenster der Brücke. Irgendwie ist es heimelig. Und zugleich melancholisch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Aufbruch ist anders. Nicht einfach ins Flugzeug steigen und weg ist man. Die Trennung von den heimatlichen Gestaden zieht sich wie Kaugummi. Ein Teil von mir haftet in Hamburg, kann sich nicht richtig lösen. Ein anderer Teil ist luftigerer Natur und weht der Zeit und auch dem Weg voraus, wie ein gelöstes Segel. Der Rest ist hoffentlich mit an Bord gekommen. Wofür sollte ich sonst den ganzen Fahrpreis zahlen müssen? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Mission. Ich lese in Timmermanns Erkenntnis-Logbuch. Erste Aufgabe: Finde den homöostatischen Punkt zwischen Fernweh und Heimweh. Diesen Gleichgewichtspunkt zwischen den Gegensatzpaaren. Und bestimme den Umkehrpunkt wo Fernweh wieder umschlägt in Heimweh!  Aha, klare Ansage. Aber was ist damit gemeint? Ich habe kein nautisches Gerät. Nur meine seelischen Messinstrumente.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mail@AndreasDonder.de&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5744066-106486615147114588?l=donder-unterwegs.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106486615147114588'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106486615147114588'/><author><name>Donderon®</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15846941839872766675</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5744066.post-106486607778990986</id><published>2003-09-29T22:07:00.000+02:00</published><updated>2003-10-01T22:55:32.603+02:00</updated><title type='text'>3. Supercargo</title><content type='html'>Jede Kabine hat hier einen Name. Meine heisst Supercargo. Eine 18 qm große Stahlkammer mit zwei Back-Bord-Fenstern, die sich sogar öffnen lassen. Genug Platz für meine Vorhaben: Denken, schreiben, schauen. Oder andersrum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wer schwimmen kann, geht langsamer unter," steht als Sinnspruch an einer Wand. Von einem gewissen Kapitän Brakes. Welcher Witzbold hat das hier aufgehängt? Ich stelle meinen Stokowski Desk in die Ecke. Ein Erbstück von Timmermann. Einem entfernten Verwandten der Familie. Und ein Abenteurer, der in den siebziger Jahren als Koch auf Frachtern anheuerte. Er war eigentlich Journalist und konnte gar nicht kochen. Irgendwie hat er es dann immer geschafft eine andere Person zum Kochen zu bewegen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem abgewetzten Reise-Utensil habe ich meine Reisebibliothek untergebracht. Zusammengestellt von einem Team belesener Freunde. Darauf werde ich noch zu sprechen kommen. Zu meiner weiteren Ausrüstung gehören unter anderem ein ibook, Nachtsichtgeräte, eine Spezial-Magnet-Krokodilmatte für das zelluläre Gleichgewicht, eine Camera, ein Handdiktiergerät, ein spezieller Reise-Liegestuhl, ein Handmagnetiseur, ein altes Scrabble-Spiel aus Kamelknochen geschnitzt, 300 gr. Weihrauch für meinen Burner und eine Original Italienische Cappuccino-Maschine.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit diesen Zutaten kann ich mein seelisch-geistiges Universum eine ganze Zeit unter Feuer halten. Es klopft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mail@AndreasDonder.de&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5744066-106486607778990986?l=donder-unterwegs.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106486607778990986'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106486607778990986'/><author><name>Donderon®</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15846941839872766675</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5744066.post-106486599128215863</id><published>2003-09-29T22:05:00.000+02:00</published><updated>2003-10-01T22:38:25.210+02:00</updated><title type='text'>2. Flüssigland.</title><content type='html'>Vor mir dieser Gigant der Meere. Faszinierend und schrecklich. Soll ich wirklich an Bord gehen? Auf 68.000 Tonnen Stahl über die Meere pflügen?  Noch bin ich Festland-Bewohner. Stehe auf sicherem Untergrund aus Beton am Überseekai des Hamburger Hafens. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt kein zurück. So wie damals beim Bunjee-Jump. Als ich 50 Meter über dem Heiligengeistfeld stand. Ein einziger Schritt reichte, um die Todesangst für einen Moment zu besiegen. Sprung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich gebe die Bodenhaftung für 19 Tage auf und wechsle meinen Wohnsitz vom Festland zum Flüssigland. Meinen altertümlichen Stokowski Desk Trunk von Louis Vuitton schleppe ich 27 Stufen das Fallreep hinauf. Es riecht nach Diesel, Salz und Rost. Ein fetter Pudel knurrt mich an. Er scheint zum Kapitän zu gehören. Der mir missmutig zunickt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An der Reling stehen bereits meine Mit-Reisenden. Mit dem eleganten Herrn zu  meiner Linken komme ich sofort ins Gespräch. Er raucht nervös filterlose Zigaretten. Und stellt sich als Sammler seltener Motorräder vor. Auf dem Weg nach Osaka zur Weltausstellung "International Bike Madness". Zwölf seiner besten Exemplare hat er dabei. "Ich hasse das Meer," sagt Lothar Edelhart. "Aber ich kann meine Maschinen doch nicht unbeaufsichtigt lassen?!" Ich verstehe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Wetter ist ungemütlich. Die anderen Passagiere haben sich schon in ihre Kabinen einweisen lassen. Nun rolle auch ich meinen Koffer über die Stahlplanken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mail@AndreasDonder.de &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5744066-106486599128215863?l=donder-unterwegs.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106486599128215863'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106486599128215863'/><author><name>Donderon®</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15846941839872766675</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5744066.post-106486591083427863</id><published>2003-09-29T22:03:00.000+02:00</published><updated>2003-10-21T22:24:33.880+02:00</updated><title type='text'>1. Die Spielregeln.</title><content type='html'>Ich gehe in Hamburg an Bord des Containerschiffes Abu Khan auf Asienroute. Aber nicht allein. Auf dieser virtuellen Reise kann man mich ein Stück begleiten. Bisher sind zwei Mitspieler an Bord gegangen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lothar Edelhard (Der Sammler):&lt;br /&gt;Mission: Das legendäre Motorrad Brough Superior Nr. VII finden.&lt;br /&gt;Reiseziel: Osaka bzw. Mangalur&lt;br /&gt;Rollenbriefing: Motorradsammler&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kris Krymbzcik (Der Pole):&lt;br /&gt;Mission: Rücktransport der letzten Hilios Trochareus auf das Isu Atoll.&lt;br /&gt;Reiseziel: Kuala Lumpur&lt;br /&gt;Rollenbriefing: Botaniker&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weitere Handlungsträger entstammen meiner Phantasie, können aber noch von realen Personen übernommen werden: Tunika, der Globusmann, die drei Zenbuddhisten, Juam de la Bodega und Mitglieder der Besatzung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weitere Passagiere haben bereits durch Beantwortung der Fragen (siehe unten) ein Ticket gelöst und werden nach und nach an Bord gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die aktualisierte Passagierliste vom 21.10.03 lautet:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Narada, Schiffsmakler &lt;br /&gt;Port of Embarking: Rotterdam &lt;br /&gt;Port of Disembarking: Singapur&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Miss Suza, Autorin von Ratgebern&lt;br /&gt;Port of Embarking: Rotterdam &lt;br /&gt;Port of Disembarking: Port Kelang (Malaysia)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Dani Poldé, Philosophin&lt;br /&gt;Port of Embarking: Le Havre&lt;br /&gt;Port of Disembarking: Colombo&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4. Lady Bee, Verhaltensforscherin&lt;br /&gt;Port of Embarking: Le Havre&lt;br /&gt;Port of Disembarking: Suez&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5. Prof. Dingers, Kunst-Dozent&lt;br /&gt;Port of Embarking: Tanger&lt;br /&gt;Port of Disembarking: Osaka&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6. Der Mittwochsphilosoph&lt;br /&gt;Port of Embarking: Tanger&lt;br /&gt;Port of Disembarking: Osterinseln&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die aktuelle Route kann sich auf Anweisung der Reederei noch ändern: o Rotterdam o Le Havre o Tanger o Port Said o Suez o Mangalur o Kuala Lumpur o Singapur o Hong-Kong o Osaka &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Antworten auf die folgenden Fragen sind immer willkommen. Und werden beim Texten der weiteren Folgen berücksichtigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Fragen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;• Was ist mit dem echten Sarotti passiert? • Wo treibt sich der Pole nachts rum? • Was ist das Geheimnis des orangen Containers? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lesen Sie die bisher veröffentlichten Episoden, und denken Sie sich eine Antwort aus, die die Handlung vorantreibt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Los gehts!&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5744066-106486591083427863?l=donder-unterwegs.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106486591083427863'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106486591083427863'/><author><name>Donderon®</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15846941839872766675</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5744066.post-106486580589374759</id><published>2003-09-29T22:02:00.000+02:00</published><updated>2003-09-29T22:03:26.010+02:00</updated><title type='text'>0. Das Logbuch zur Erkenntnis.</title><content type='html'>"Reiseziele sind Erkenntnisziele" steht auf dem schmalen Logbuch, das ich von Timmermann geerbt habe. Zusammen mit seinem Stokowski Desk Trunk von Louis Vuitton. Einem Koffer-Schreibtisch für Reisende. Zusammen mit der Aufforderung sein Logbuch "abzudenken" und abzureisen. Wobei mir das Reiseziel frei gestellt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mail@AndreasDonder.de&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5744066-106486580589374759?l=donder-unterwegs.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106486580589374759'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5744066/posts/default/106486580589374759'/><author><name>Donderon®</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15846941839872766675</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry></feed>
